Diabetes
Gesundheit

Diabetes

Von Peter K. •
Von Peter K. •

Wissenswertes über Diabetes

Diabetes, auch Zuckerkrankheit genannt, gehört zu den sogenannten Volkskrankheiten. Eine steigende Zahl an Menschen ist von dieser Stoffwechselstörung betroffen. Glücklicherweise sorgen moderne Blutzuckermessgeräte für ein Diabetes-Management, das Betroffenen ein hohes Maß an Lebensqualität ermöglicht.

“Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel äußerst. ”

- Peter K.

Zusammenfassung: Was ist Diabetes?

Diabetes ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel äußerst. Normalerweise ist das körpereigene Hormon Insulin dafür zuständig, Zucker aus dem Blutkreislauf in die Körperzellen zu transportieren. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert und in den Blutkreislauf abgegeben. Fehlt dem Körper die Fähigkeit, ausreichend Insulin zu produzieren, oder es ausreichend effizient einzusetzen, spricht man von Diabetes. 

Wie kann man Diabetes feststellen?

Um Diabetes oder Zuckerkrankheit zu erkennen, wird in mehreren Untersuchungen der Blutzucker gemessen und anhand der Blutzucker-Normalwerte überprüft. Für eine sichere Diagnose sind mehrere Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten nötig. Im Rahmen dieser Untersuchungen können sowohl die Gelegenheitsglukose (ohne Nüchternheit), als auch der Nüchternblutzucker gemessen werden.

Bei einem Wert des Nüchternblutzuckers ab 126 mg/dl spricht man von Diabetes. Von einer Vorstufe (Prädiabetes) spricht man, wenn der Nüchtern-Glucosewert zwischen 100 und 125 mg/dl liegt. 

Diabetesformen

Rund 95 Prozent der Diabetesfälle können diesen drei Formen zugeordnet werden: 

  • Diabetes Typ 1
  • Diabetes Typ 2
  • Schwangerschaftsdiabetes

Weitere Abweichungen von den Blutzucker-Normalwerten können als Folge von medizinischen Behandlungen oder chronischen Krankheiten auftreten und werden als Diabetes Typ 3 oder sekundäre Diabetesformen bezeichnet.  

Diabetes Typ 1

Diabetes Typ 1 bezeichnet einen Mangel an Insulin, wenn der Körper dieses lebenswichtige Hormon nicht ausreichend produzieren kann. Die Ursache liegt in einer Autoimmunerkrankung. Das eigene Immunsystem greift die Betazellen der Bauchspeicheldrüse an, weshalb diese nicht mehr genug Insulin produzieren kann. Diabetes Typ 1 ist wesentlich seltener als Typ 2.

Diabetes Typ 2

Diabetes Typ 2 ist gegeben, wenn die Zellen des Körpers immer weniger in der Lage sind, Insulin und damit den Zucker in den Zellen aufzunehmen. Bei über 90 % der Diabetes-Erkrankungen lautet die Diagnose Diabetes Typ 2. Diese oft auch als „Altersdiabetes“ bezeichnete Variante der Zuckerkrankheit tritt häufig erst in den mittleren Jahren auf. Da Übergewicht und unausgewogene Ernährung zwei starke Risikofaktoren sind, wird Diabetes Typ 2 immer häufiger auch bei jüngeren Menschen diagnostiziert.

Schwangerschaftsdiabetes 

Schwangerschaftsdiabetes tritt als erhöhter Blutzuckerspiegel während der Schwangerschaft auf. Das passiert, wenn durch die hormonelle Veränderung während der Schwangerschaft die Körperzellen Insulin nicht mehr so gut aufnehmen können. Etwas über fünf Prozent aller schwangeren Frauen sind davon betroffen.

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus ist der vollständige medizinische Fachbegriff für Diabetes oder Zuckerkrankheit. Er umfasst als Sammelbegriff alle Diabetes Typen und leitet sich von den lateinischen Wörtern „Diabetes“ (hindurchfließen) und „Mellitus“ (honigsüß) ab. 

Diabetes bei Kindern

Bei Kindern entsteht Diabetes meist am Beginn der Pubertät. Grundsätzlich ist Diabetes bei Kindern ein seltenes Phänomen. Die Symptome ähneln jenen der Erwachsenen:

  • Diabetes Typ 1 sollte bei Kindern in jedem Fall rechtzeitig diagnostiziert werden. Ansonsten kann eine Ketazidose (schwere Stoffwechselentgleisung) auftreten, welche lebensbedrohliche Ausmaße annehmen kann. Wird bei Kindern Typ-1-Diabetes festgestellt, ist eine lebenslange Gabe von Insulin unabdingbar. 
  • Diabetes Typ 2 kommt bei Kindern ausgesprochen selten vor. Hier ist starkes Übergewicht oft die Ursache. Typ-2-Diabetes kann bei einer Umstellung von Ernährung und Bewegung bei Kindern häufig vollständig geheilt werden. 
eine Übersicht über Anzeichen von Diabetes

Diabetes-Symptome: Was sind Anzeichen für Diabetes

Diabetes Symptome werden bei Diabetes-Typ 1 und 2 häufig erst spät erkannt, weil sie sich erst spät bemerkbar machen: 

  • Bei Typ-1-Diabetes treten Symptome erst dann auf, wenn ein Großteil der Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse vom eigenen Immunsystem zerstört wurden. Es treten Symptome wie häufiger Harndrang, trockene und juckende Haut, übermäßiger Durst, Müdigkeit und Übelkeit auf. 
  • Typ-2-Diabetes zeigt ähnliche Symptome wie Typ 1. Es können jedoch anstatt der Übelkeit eine verminderte Wundheilung oder verstärkte Neigung zu Infektionen auftreten.

Ursachen und Risikofaktoren

Diabetes-Ursachen können nicht in jedem Fall bestimmt werden. Diabetes Typ 2 wird häufig auf die Risikofaktoren Bewegungsmangel und Übergewicht zurückgeführt. Mit höherem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit an dieser Form der Zuckerkrankheit zu erkranken. Diabetes Typ 2 ist vererbbar, ob dies jedoch tatsächlich zum Tragen kommt, hängt vom Lebensstil ab. 

Bei der Zuckerkrankheit Diabetes Typ 1 ist die Bestimmung der Risikofaktoren schwieriger. Die Bandbreite an möglichen Diabetes-Ursachen reicht hier von Vorgängen im Autoimmunsystem des Körpers über Umwelteinflüsse bis zu Infektionen. 

Andere Formen der Zuckerkrankheit können auch in Folge bestimmter Grunderkrankungen oder in Verbindung mit bestimmten Medikamenten auftreten. 

Folgeerkrankungen von Diabetes

Zu den Folgeerkrankungen von Diabetes zählen vor allem Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Vorsorge in Bezug auf Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind für Diabetes Typ 2-Patienten sehr wichtig. Weitere Folgeerkrankungen betreffen die Schwächung der Durchblutung und der Nerven. Dies kann Augen, Nieren, sexuelle Funktion und Extremitäten („diabetischer Fuß“) betreffen. 

Wie wird Diabetes behandelt?

Diabetes Typ 1 macht die Zuführung von Insulin notwendig, da die Bauchspeicheldrüse dieses nicht mehr produzieren kann. Dies erfolgt normalerweise zu den Mahlzeiten und per Injektion mit einem Insulinpen in das Fettgewebe. Als Alternative steht die Insulinpumpen-Therapie zur Verfügung. Hier wird dem Körper mittels einer Insulinpumpe rund um die Uhr Insulin zugeführt. Zu den Mahlzeiten wird zusätzliches Insulin über die Pumpe ausgeschüttet.

Bei Diabetes Typ 2 ist nicht immer eine Insulintherapie in Form von Injektionen nötig. Folgende Behandlungsschritte werden gesetzt:

1.    Umstellung des Lebensstils bei Ernährung und Bewegung

2.    Blutzuckersenkende Medikamente

3.    Insulingaben in oraler Form

4.    Insulingaben durch Injektion

Jeder weitere oben aufgezählte Schritt erfolgt nur dann, wenn der vorangegangene nicht den erwünschten Erfolg zur Senkung des Blutzucker-Spiegels gebracht hat.

Sowohl bei Diabetes Typ 1 als auch bei Typ 2 ist die regelmäßige Blutzucker-Messung mit zuverlässigen Blutzuckermessgeräten unabdingbar, um zu überprüfen, ob Blutzucker-Normalwerte erreicht werden.  


Wichtige Fragen zum Thema Diabetes

Was ist Diabetes?

Von Diabetes spricht man, wenn der Körper nicht in der Lage ist, genug Insulin herzustellen, um den Zucker im Blutkreislauf zu den Zellen zu transportieren (Diabetes Typ 1) oder das produzierte Insulin und der Zucker nicht ausreichend verarbeitet werden können (Diabetes Typ 2).  

Was sind die Anzeichen für Diabetes?

Anzeichen und Symptome für Diabetes sind:

  • übermäßiges Durstgefühl
  • häufiger Harndrang
  • Anfälligkeit für Infektionen
  • verminderte Wundheilung
  • Potenzstörung und verminderter Sexualtrieb
  • Juckreiz
  • Sehschwäche
  • Müdigkeit
  • vermehrter oder verminderter Appetit
  • ungewöhnliche Gewichtszunahme oder -abnahme

Gerade Diabetes Typ 2 bleibt oft lange unerkannt, da die Symptome häufig unspezifisch oder sehr verzögert auftreten. 

Welche Beschwerden bei Diabetes?

Als Beschwerden treten bei Diabetes neben den ersten Symptomen wie Harndrang, Sehschwäche, Müdigkeit und verminderte Wundheilung häufig Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf. Deshalb sind Diabetiker stärker gefährdet einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. In diesem Wissen sollten sie die Vorsorge sehr ernstnehmen. 

Wie Diabetes feststellen?

Diabetes wird durch eine Messung des Blutzuckerspiegels festgestellt. Dafür führt der Arzt mehrere Messungen zu verschiedenen Zeitpunkten durch. Ein Diabetes-Selbsttest kann aufschlussreich sein, sollte jedoch immer durch Test und Diagnose des Arztes bestätigt werden. Übersteigt der Spiegel wiederholt die Blutzucker-Normalwerte wird mittels eines Tests festgestellt, um welchen Diabetes-Typ es sich handelt. 

Wie entsteht Diabetes einfach erklärt?

Diabetes Typ 2 entsteht durch Vererbung begünstigt bei Übergewicht und Bewegungsmangel. Diese Faktoren führen dazu, dass die Zellen unempfindlich für Insulin werden, welches Zucker vom Blutkreislauf in die Zellen transportiert. Diabetes Typ 1 entsteht als Autoimmunreaktion, wenn die Betazellen, welche in der Bauchspeicheldrüse Insulin produzieren, von den Antikörpern des eigenen Immunsystems angegriffen werden. 

Wo fängt Diabetes an?

Man spricht von Blutzucker Normalwerten unter 100 Milligramm Blutzucker pro Deziliter Blut im nüchternen Zustand. Damit fängt sogenanntes Prädiabetes bei 100 bis 125 mg/dl und Diabetes bei 126 mg/dl im nüchternen Zustand an. Nach einer Mahlzeit wird ab 200 mg/dl von Diabetes gesprochen. 

Wann zum Diabetes-Test?

Ein Diabetes-Test sollte bei Auftreten von Symptomen wie Juckreiz, häufigem Harndrang, Müdigkeit, übermäßigem Durstgefühl und verstärkter Anfälligkeit für Infektionen (über einen längeren Zeitraum) durchgeführt werden. Der Test sollte vom Hausarzt durchgeführt werden.

Welche Diabetes-Typen werden unterschieden?

Man unterscheidet zwischen Diabetes Typ 1 bei unzureichender Insulin-Produktion, Typ 2 bei unzureichender Verwertung von Insulin und Blutzucker durch die Zellen, Schwangerschaftsdiabetes sowie äußerst seltenen weiteren Formen. 

Diabetes wer ist betroffen?

Diabetes Typ 2 tritt häufig eher im höheren Alter und abhängig vom Lebensstil (Übergewicht, Bewegungsmangel) auf. Die meisten Diabetiker leiden an Diabetes Typ 2. Diabetes Typ 1 tritt in allen Altersgruppen auf und wird stark von Erbanlagen beeinflusst

Diabetes, wer ist gefährdet?

Obwohl es eine genetische Disposition für Diabetes gibt, spielen vor allem bei Diabetes Typ 2 Bewegung und Ernährung eine wesentliche Rolle. Bei Diabetes Typ 1 können neben der Vererbung auch Umwelteinflüsse eine Rolle spielen. Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen können aufgrund dieser Erkrankung oder in Folge einer Medikation ein erhöhtes Risiko aufweisen, an Diabetes zu erkranken. 

Welcher Diabetes Typ ist gefährlicher/schlimmer?

Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Bei Diabetes Typ 1 besteht die Gefahr, dass es lange unentdeckt bleibt. Unentdeckt besteht das Risiko einer Stoffwechselentgleisung mit diabetischem Koma. Diabetes Typ 2 tritt häufig in Folge eines ungesunden Lebensstils auf. Wird dieser nicht korrigiert, besteht die Gefahr der Schädigung zahlreicher Organe und der Nervenbahnen. Herzinfarkt und Schlaganfall können die Folge sein. 

Welcher Diabetes-Typ ist vererbbar?

Bei beiden Diabetes Typen (Typ 1 und Typ 2) besteht ein erhöhtes Risiko an Diabetes zu erkranken, wenn ein oder beide Elternteile Diabetiker sind. Ein erhöhtes Risiko bedeutet jedoch noch keine Gewissheit. So liegt es bei Diabetes Typ 1, wenn ein Elternteil betroffen ist, im einstelligen Prozentbereich und steigt, wenn beide Elternteile an der Zuckerkrankheit leiden. Bei Diabetes Typ 2 lässt sich das Risiko schwer beziffern, da hier vor allem der Lebensstil eine Rolle spielt. 

Welcher Diabetes-Typ ist heilbar?

Diabetes Typ 1 muss ein Leben lang behandelt werden. Bei einer frühen Erkennung von Diabetes Typ 2 und einer konsequenten Veränderung des Lebensstils kann unter Umständen die dauerhafte Normalisierung des Blutzuckerspiegels erreicht werden. 

In welchem Alter tritt Diabetes auf?

Diabetes Typ 1 tritt häufig bereits im Kinder- und Jugendalter auf und wird deshalb auch als juveniler Diabetes bezeichnet. Diabetes Typ 2 zeigt sich meist erst im Erwachsenenalter und trägt deshalb auch die Bezeichnung Altersdiabetes. 

Von Peter K. Peter ist seit dem Jahr 2009 bei Hartlauer tätig. Gesundheitsthemen liegen dem Familienmenschen auf dem Herzen. Interesse an medizinische Grundlagen zu Bluthochdruck, Diabetes, BMI sowie gesunder Bewegung gepaart mit dem technischen Verständnis für Features der Gesundheitsprodukte sind ideale Voraussetzungen für seine Arbeit als Produktmanager für Gesundheit bei Hartlauer. Als geselliger Mensch geht er gerne mit seiner Familie Wandern oder Skifahren.
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