Das LG K42

Das LG K42

Von Markus Go. • Dez 17
Von Markus Go. • Dez 17

Das LG K42 – Ein eleganter Alltagsbegleiter

Wie auch schon in einem anderen meiner Beträge, möchte ich mich auch dieses mal wieder um ein Smartphone kümmern, welches in der Preisklasse von unter € 200,- angesiedelt ist. Ich habe mir für euch das LG K42 geschnappt und dieses umfassend getestet.

“Das LG K42 ist ein eleganter Alltagsbegleiter mit optisch frischen Design und solider Grundausstattung.”

- Markus G.

Die K-Reihe von LG

Doch bevor ich zum Gerät und zum Star dieses Beitrag komme, möchte ich noch kurz für all jene, welche sich mit dem Hersteller noch nicht so stark auseinander gesetzt haben, die Frage klären, was die K-Reihe von LG eigentlich ist.
LG verfolgt mit der K-Serie den gleichen Weg wie Samsung mit der Galaxy A-Serie. Man bietet preiswerte und leistbare Geräte mit ordentlicher Ausstattung an. Dies gelingt einmal mehr und einmal weniger gut. Aktuell besteht die K-Reihe von LG aus dem K20, K22, K40, K40S, K41S, K42, K51S, K52 & K61. Der Hersteller bedient somit die Preisklasse von unter € 100,- bis zu € 250,- mit der K-Serie.

Unboxing & Lieferumfang

Beginnen möchte ich mit einem kurzem Unboxing und dem Lieferinhalt, den der Hersteller neben dem Smartphone noch beilegt.
Die Verpackung des LG K42 gleicht jener der anderen aktuellen Smartphones aus dieser Serie, diese ist in elegantem Weiß gehalten. Im linken unteren Bereich auf der Front ziert ein großes K in roter Farbe die Verpackung. Darüber in grauer Schrift befindet sich der Name des Smartphones. Die Verpackung lässt sich seitlich nach links öffnen. Allerdings erst nach Durchtrennung des Siegels. Nach dem Öffnen der Schachtel sieht man sofort das Smartphone. Darunter befindet sich noch ein USB-A Stromadapter sowie ein Daten/Ladekabel. LG verzichtet auf das beilegen eines Headsets, obwohl das Smartphone einen Kopfhöreranschluss mit an Board hätte. Hier muss ich aber sagen, mir ist es lieber das es fehlt, da ein Headset in dieser Preisklasse ohnehin nicht zu gebrauchen wäre. Was jedoch zu erwähnen ist, LG legt seinem Smartphone ein sogenanntes Jelly Case bei. Dies ist jedoch nichts anderes als ein durchsichtiges Silikon Backcover.

Haptik und Designmerkmale 

Im Bereich der Verarbeitung braucht LG den Vergleich mit anderen Smartphones nicht scheuen und muss sich nicht verstecken. Das LG K42 ist absolut hochwertig verarbeitet und es ist kaum zu glauben das es sich hier um ein Smartphone handelt, welches deutlich unter € 200,- angesiedelt ist. Aktuell liegt der Preis bei Hartlauer bei nur € 179,- (stand 24.11.2020)

Mit einem Formfaktor von 165×76,7×8,4mm ist das K42 definitiv kein kleines Gerät. Wer auf der Suche nach einem kompakten Smartphone ist, ist hier definitiv falsch. Die Front des Smartphones ziert das riesige 6,6“ Display, welches mittig von einem sogenannten Punch Hole unterbrochen wurde. In diesem sitzt die 8MP Frontkamera. Das Display selbst hat eine maximale Auflösung von 1600×720, somit kommt das Display zwar nicht über eine HD+ Auflösung hinaus, löst aber dennoch etwas höher auf als zum Beispiel jenes des Galaxy A21S.

Anders als andere Hersteller, welche die Lautstärken-Wippe auf der rechten Seite platzieren, setzt LG diese auf die andere Seite im linken oberen Drittel. Leider ist dies für mich zu hoch positioniert, sodass das Betätigen nicht ohne Umgreifen vonstattengeht. Unter dieser befindet sich noch eine Taste, welche beim Drücken den Google Assistenten auslöst. Dies mag zwar an sich ein guter Gedanke sein, ich für meinen Teil hätte diese Taste aber nicht benötigt. Der Powerbutton sitzt mittig in angenehmer Höhe auf der rechten Seite.

In dieser Höhe wurde auch der Fingerabdruck Sensor verbaut. Hier dürfte sich LG von älteren Sony Xperia Smartphones inspirieren haben lassen. Der japanische Smartphone-Hersteller hat dies auch gerne in früheren Tagen gemacht.

Die Rückseite - das Designhighlight

Mein absolutes Designhighlight beim K42 ist jedoch definitiv die Rückseite. Nicht nur das hier das Kamerasetup im linken oberen Drittel nicht all zu viel Platz in Anspruch nimmt, auch das die Kamera fast eben im Gehäuse verschmilzt, finde ich absolut beeindruckend. So hat es auch der Hersteller noch geschafft vier Linsen und einen Blitz zu verbauen. Anders als bei den meisten Smartphones wo die Rückseite eben und glatt ist, so ist jene des LG K42 gewölbt. Die gewölbte Rückseite des LG K42 sorgt nicht nur dafür, dass es gut und griffig in der Hand liegt, sondern ist zusätzlich noch in Matt gehalten, so sind Fingerabdrücke nicht leicht ersichtlich.

Wo sich der Hersteller aber definitiv ein Alleinstellungsmerkmal verschafft hat, ist im Bereich der Robustheit. Auch das LG K42 hat wie viele andere Smartphones des Herstellers wieder den MIL-STD-810G Test bestanden. Somit verspricht das Smartphone extra starke Haltbarkeit.

Technische Ausstattung des LG K42

Im Inneren des LG K42 arbeitet der Mediatek MT6762, welcher eine maximale Taktfrequenz von 2.0 Ghz aufweist. Bei dieser CPU handelt es sich um eine Octa-Core, dies bedeutet, dass der Mediatek Chip mit 8 Kernen ausgestattet wurde. Unterstützt wird dieser von 3GB RAM. Die Kombination aus Prozessor und Arbeitsspeicher sorgt zwar nicht für Geschwindigkeitsrekorde, sorgt aber dafür, dass in den meisten Fällen das Smartphone flüssig und ruckelfrei läuft. Problematisch wird es meist nur bei grafisch aufwendigen Spielen oder Bildbearbeitung in Lightroom bzw. Snapseed von RAW Dateien. Ansonsten bin ich mit der Grundperformance in Anbetracht des Preises durchwegs zufrieden.

Wo ich aber definitiv positiv überrascht wurde war bei der Speichergröße des Gerätes. Das Smartphone besitzt einen Gesamtspeicher von 64GB, wobei das OS von LG auch sehr Speicherhungrig ist, dieses benötigt 20,12GB der Verfügbaren 64GB. Somit verbleiben dem User aber immer noch 43,88GB zum Eigengebrauch. Und wem dies noch nicht ausreicht, kann den Speicher mittels MicroSD immer noch 2TB erweitern.

Aber nicht nur der Speicher des LG K42 fällt üppig aus, sondern auch der 4000mAh starke und fest verbaute Akku, sorgt für ein ausdauerndes Smartphone-Vergnügen. Das Gerät sollte es dadurch problemlos durch den Tag bringen, auch wenn dieser einmal länger dauert. Leider unterstützt das Smartphone weder Wireless Charging noch Quick Charge, sodass man von 0% auf 100% doch etwas an Zeit mitbringen muss.

DIE SOFTWARE

Ausgeliefert wird das LG K42 standardmäßig mit Android 10. Auf meinem Gerät befindet sich der Sicherheitspatch vom 01.August 2020. Leider handelt es sich hier nicht um den Aktuellsten. Und auch nach mehrmaliger Prüfung wurde mir kein Update angeboten. Somit ist der Hersteller was den Sicherheitspatch betrifft, bei einem Neugerät bereits 3 Monate retour. Auch dies sollte in dieser Preisklasse besser funktionieren.
Es wird sich hier wohl leider bewahrheiten was ich befürchte. In Sachen Updatepolitik, egal ob es sich um den Sicherheitspatch oder die Androidversion handelt, so müssen LG Kunden Geduld mitbringen, da sich der Hersteller leider immer noch nicht gebessert hat.

Wo man aber definitiv deutliche Verbesserungen im Vergleich zu älteren LG Smartphones erkennen kann, ist im Bereich der LG eigenen Benutzeroberfläche. War diese bei älteren LG Smartphones noch eher verspielt und in den Einstellungen verschachtelt, so ist diese nun deutlich erwachsener und übersichtlicher geworden. Bunt und verspielt ist diese zwar immer noch, dennoch wirkt diese in ihrer aktuellen Version deutlich bedienungsfreundlicher.

DAS KAMERASETUP

Mehr hilft mehr, dies war wohl der Hintergedanke bei der Wahl der Kamerasensoren. Das K42 von LG besitzt gleich vier Kamerasensoren. Einen Hauptsensor mit 13MP, einen Superweitwinkel mit 5MP sowie eine Makrolinse und einen Tiefensensor mit jeweils 2MP.
Auch wenn sich das Kamerasetup grundsätzlich nicht schlecht liest, so bin ich von der Kamera und deren Ergebnisse, welche sie liefert eher enttäuscht. Texturen und Konturen gehen sehr stark ins Verwaschene über. Das Gerät findet zwar zuverlässig den Fokuspunkt und stellt auch sehr schnell scharf, jedoch all das, was sich nicht im Fokusfeld befindet ist sehr verwaschen, ausgebleicht und unscharf.
Auch das LG K42 hat leider das selbe Kameraproblem wie das Samsung Galaxy A21S, grundsätzlich nicht all zu schlecht jedoch reicht es leider nicht für mehr als für Schnappschüsse.
Wegen der Kamera sollte man sich das Gerät jedenfalls nicht kaufen.

PRO & KONTRA

ProKontra
Preis/LeistungKamera
Hervorragende VerarbeitungKein Quick Charge
Modernes DesignGeringe Displayauflösung
SpeicherSchlechte Updatepolitik
MIL-STD-810Nicht performant

Fazit zum LG K42

Das LG K42 ist ein optisch frisches Design-Smartphone mit solider Grundausstattung, welche allerdings über absolutes Einsteigersegment nicht hinaus geht. Im Bereich der Verarbeitung braucht es den Vergleich mit anderen nicht fürchten. Eine generelle Empfehlung für das LG K42 fällt mir jedoch ein wenig schwer. Empfehlen kann ich es all jenen unter euch, denen Design, gute Akkulaufzeit und Verarbeitung wichtiger ist als die Kamera und die Performance. Dennoch stellt es für mich im Vergleich zum Samsung Galaxy A21S den besseren Deal dar.

Von Markus Go. Markus ist seit dem Jahr 2013 bei Hartlauer tätig. Nicht nur im Beruf ist das Interesse an neuer Technik sehr groß, auch privat lebt er dies aus. In seinen eigenen vier Wänden sind schon einige Smart Home Produkte im Einsatz. Sein Spitzname BeardyNerd kommt nicht von irgendwo. Er legt sehr viel Wert auf seinen doch schon längeren Bart und ist darüber hinaus auch technikverliebt, weshalb er ein klein wenig nerdiges Verhalten an den Tag legt.
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