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Gesundheit

Luftfeuchtigkeit für ein optimales Raumklima

Von Peter K. •
Von Peter K. •

Für ein optimales Raumklima und eine optimale Raumluft sind sowohl die Luftfeuchtigkeit als auch die Temperatur entscheidend. Dabei liegt die ideale Luftfeuchtigkeit in Räumen etwa zwischen 40 bis 60 Prozent.

Ist die Raumluft in Ihrem Zuhause zu feucht oder zu trocken, ist das dauerhaft schlecht für die Gesundheit und die Bausubstanz. Bei zu trockener Luft etwa können die Schleimhäute belastet werden. Die Folge sind: Trockene Augen, Reizhusten sowie ein höheres Risiko für Erkältungen.

“Damit Sie sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus rundum wohlfühlen können, sollten sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit in allen Räumen perfekt abgestimmt werden.”

- Ihr Hartlauer-Team

Was ist Luftfeuchtigkeit?

Die Luftfeuchtigkeit sagt etwas über den Anteil an Wasserdampf in der Raumluft aus. Diese sogenannte relative Luftfeuchtigkeit wird in Prozent angegeben und definiert den Feuchtigkeitsgehalt der Luft, die sie auch tatsächlich aufnehmen kann, bevor die Feuchtigkeit kondensiert beziehungsweise wieder zu Wasser wird. Generell gilt: Je kälter die Luft in einem Raum, desto weniger Feuchtigkeit kann aufgenommen werden.

Luftfeuchtigkeit Tabelle: optimales Raumklima

Welches Raumklima bzw. welcher Wert bei der Luftfeuchtigkeit als ideal gilt, ist für jeden Wohnraum individuell definiert. Das liegt in erster Linie daran, dass jedem Raum eine andere Aufgabe zugesprochen wird.

Folgende Werte für die Luftfeuchtigkeit bzw. die Temperatur sorgen für ein optimales Raumklima:

Raum

Optimale Luftfeuchtigkeit

Optimale Temperatur

Wohnzimmer

40 - 60 %

20 °C

Schlafzimmer

40 - 60 %

16 - 18 °C

Küche

50 - 60 %

18 °C

Badezimmer

60 - 70 %

23 °C

Kinderzimmer

40 - 60 %

20 – 22 °C

Büro

40 - 60 %

20 °C

Keller

50 - 65 %

10 - 15 °C

 

Tipps zum optimalen Raumklima

Damit Sie sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus rundum wohlfühlen können, sollten sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit in allen Räumen perfekt abgestimmt werden.

Generell werden eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 % sowie eine Raumtemperatur von etwa 20 Grad Celsius als optimal beschrieben. Allerdings wird die optimale Luftfeuchtigkeit von Raum zu Raum unterschiedlich ideal empfunden. Dafür ausschlaggebend ist beispielsweise, wie viele Personen sich wie lange und häufig in einem Raum aufhalten. Aber auch die Tätigkeit, für die der Raum ausgelegt ist, spielt eine Rolle.

Für das Wohn- und Arbeitszimmer liegt der Richtwert etwa bei 40 bis 60 % Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur von 20 Grad Celsius.

Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Die Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer sollte ebenfalls zwischen 40 bis 60 % liegen. Hierbei darf es im Schlafzimmer allerdings etwas kühler sein: Empfohlen wird eine Raumtemperatur von etwa 16 bis 18 Grad Celsius.

Luftfeuchtigkeit im Keller

Wer auf der Suche nach dem idealen Raumklima für den Keller ist, der nimmt häufig Spannweiten wahr: So liegen die empfohlenen Temperaturen zwischen 6 und 15 °C. In Kellerräume ist es – abhängig von der Bauweise und Isolierung – ganz normal, dass hier niedrigere Temperaturen vorherrschen als im Rest des Hauses. Allerdings kann kalte Luft auch weniger Wasser halten als warme. Bedeutet auch: Die kalten Temperaturen im Keller sorgen automatisch für eine höhere Luftfeuchtigkeit. Die Luftfeuchtigkeit sollte deshalb kontrolliert werden und in Kellerräumen etwa zwischen 50 bis 65 % liegen. Andernfalls kann es auch zu Schimmelbildung kommen.

Luftfeuchtigkeit im Badezimmer

Generell werden für das Badezimmer die höchsten Temperaturen und auch Luftfeuchtigkeits-Werte im Haushalt empfohlen, da gerade beim Umziehen oder Duschen das Gefühl von wohliger Wärme bevorzugt wird.

Das Badezimmer gehört allerdings auch zu den Räumen, in denen sich schon nach kurzer Zeit große Mengen an Wasserdampf freisetzen. Ob beim Duschen, Baden oder Föhnen – hier wird der empfohlene Idealwert häufig überschritten. Deshalb sollten Sie am besten direkt nach dem Duschen und Co. lüften, um die Feuchtespitze nach draußen zu lassen.

Luftfeuchtigkeit messen

Wer sich in seinen eigenen vier Wänden wohlfühlen möchte, der kann sich in erster Linie auf den Indikator des persönlichen Wohlbefindens verlassen.

Möchten Sie auf Nummer sichergehen und wissen, ob in Ihren Räumlichkeiten auch wirklich die empfohlene Luftfeuchtigkeit vorherrscht, können Sie zur Messung ein Hygrometer heranziehen. Viele Modelle sind auch mit integrierten Thermometern ausgestattet, die es Ihnen erlauben, nicht nur die Feuchtigkeit, sondern auch die Raumtemperatur und andere Messwerte abzulesen.
Außerdem ist bei vielen Luftbe- bzw. Luftentfeuchtern sowie in vielen Luftreinigern, wie etwa von Beurer, ein Hygrometer integriert.

Luftfeuchtigkeit regulieren

Ob Sie sich im Raumklima von Wohnräumen wohlfühlen, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab:

  1. von der Temperatur
  2. von der Feuchtigkeit

Ist es in einem Raum zu kühl, können Sie natürlich die Heizung ein wenig höher stellen. Wird die Luft in einem Raum als zu stickig empfunden, empfiehlt sich kurzes Stoßlüften. Doch was, wenn die relative Luftfeuchtigkeit im Raum dauerhaft als zu hoch oder zu niedrig empfunden wird? Wir verraten Ihnen einige Tricks, mit denen Sie die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen regulieren können.

Erhöhung der Raumluftfeuchtigkeit

Vor allem im Winter – während der Heizperiode– kann es dazu kommen, dass die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen zu niedrig ist. In diesen Fällen sollte die Luftfeuchtigkeit in den Räumen erhöht werden. Folgende Tipps können dabei hilfreich sein:

  • Lüften
  • Pflanzen wie Grünlilie, Aloe Vera oder der Drachenbaum einsetzen
  • Zimmerbrunnen oder Luftbefeuchter kaufen

Luftfeuchtigkeit reduzieren

Steigt die Luftfeuchtigkeit über den idealen Wert, begünstigt das ein Vermehren von Keimen, Bakterien und Schimmelsporen in Wohnräumen. Über einen längeren Zeitraum ist eine zu hohe Luftfeuchtigkeit also nicht nur schlecht für die Wohnung, sondern auch für Ihre Gesundheit.
 Folgende Tipps helfen, die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen zu senken:

  • Lüften
  • Schüsseln mit Salz verteilen
  • Aquarien und Terrarien abdecken
  • weniger Pflanzen einsetzen
  • Dunstabzugshaube beim Kochen benutzen
  • Wäsche nicht in Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit trocknen

Risiken bei zu hoher Luftfeuchtigkeit

Sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit eines Raumes tragen wesentlich zum Wohlbefinden bei. Weicht die Luftfeuchtigkeit dauerhaft vom Idealwert ab, kann das Unwohlsein und andere gesundheitliche Folgen hervorrufen. 

Eine stetig zu hohe Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent kann zu Schimmelbildung führen. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent oder mehr ist ein Befall fast unausweichlich. Darüber hinaus vermehren sich Pilze, Milben und andere Parasiten besonders gut bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80 Prozent. In diesem Fall spricht man auch von einer „feuchten Wohnung“.

Bildet sich Schimmel durch zu hohe Luftfeuchtigkeit, gefährdet das nicht nur die Bausubstanz des Hauses, sondern auch Ihre Gesundheit und die Ihrer Mitbewohner oder Ihrer Familie: Schließlich können durch das vermehrte Inhalieren von Schimmelsporen Erkrankungen wie Asthma oder Allergien ausgelöst werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Prozent Luftfeuchtigkeit ist normal?

Die relative Luftfeuchtigkeit liegt dann im optimalen Bereich, wenn sie etwa 50 % beträgt. Eine Abweichung von +/- 10 % fällt ebenfalls in den idealen Rahmen. Welche Luftfeuchtigkeit und welche Temperatur allerdings normal bzw. empfehlenswert sind, hängt auch vom jeweiligen Raum und dem persönlichen Wohlbefinden ab.

Was passiert, wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist?

Wenn die Luftfeuchtigkeit an mehreren Tagen unter 30 Prozent sinkt, können sowohl die Haut als auch die Schleimhäute an Augen, Nasen und Rachen stark austrocknen. Infolgedessen können diese Symptome als typisch beschrieben werden:

  • Trockenheitsgefühl
  • Reizhusten
  • Bindehautentzündungen
  • Hautekzeme

Außerdem steigt bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit das Risiko für Erkältungen.

Welche Luftfeuchtigkeit ist ungesund?

Liegt die Luftfeuchtigkeit in einem Raum dauerhaft bei über 60 Prozent, kann dies die Schimmelbildung fördern. Ab einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent oder mehr ist ein Schimmel-Befall fast vorhersehbar.

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit kann zwar Schimmelpilzbildung im Innenraum vorbeugen, dafür schadet sie der menschlichen Gesundheit aber auf andere Art und Weise. Schließlich führt trockene Luft auf Dauer zu trockenen Schleimhäuten. Dadurch wiederum werden Atemwegserkrankungen – wie Husten und Schnupfen – begünstigt.

Wie bekomme ich die Luftfeuchtigkeit hoch?

Mit einem elektrischen Luftbefeuchter können Sie sicherstellen, dass die Luft in den Räumen nicht trocken ist. Die hochwertigen Luftbefeuchter von Hartlauer etwa sorgen für eine ideale Luftfeuchtigkeit – und damit für ein besseres Raumklima, mehr Konzentrationsfähigkeit und Wohlbefinden.

Außerdem gibt es im Hartlauer-Sortiment einen Luftbefeuchter von MareMed, der einen Hauch Meersalz im Raum verteilt und damit ein gesundes Raumklima fördert.

Von Peter K. Peter ist seit dem Jahr 2009 bei Hartlauer tätig. Gesundheitsthemen liegen dem Familienmenschen auf dem Herzen. Interesse an medizinische Grundlagen zu Bluthochdruck, Diabetes, BMI sowie gesunder Bewegung gepaart mit dem technischen Verständnis für Features der Gesundheitsprodukte sind ideale Voraussetzungen für seine Arbeit als Produktmanager für Gesundheit bei Hartlauer. Als geselliger Mensch geht er gerne mit seiner Familie Wandern oder Skifahren.
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