Review: Samsung Galaxy Note20
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Review: Samsung Galaxy Note20

Von Markus Go. • Dez 16
Von Markus Go. • Dez 16

Review: Samsung Galaxy Note20

Viele Technikbegeisterte haben sich definitiv auf den 05.08.2020 gefreut. Das war das Datum, an dem Samsung sein zweites Galaxy Unpacked Event stattfinden ließ. Im Vorfeld war vieles schon bekannt, doch alles nur Leaks oder Spekulationen. Um 16:15 Uhr zu besagtem Datum enthüllte Samsung sein neues Line Up für die zweite Jahreshälfte. Zum einen wurden gleich zwei neue Tablets, das Galaxy Tab S7 und S7+ vorgestellt, welche dem Apple iPad Pro Konkurrenz machen sollen. Zum anderen eine neue Smartwatch, welche auf den Namen Galaxy Watch 3 hört. Weiters wurden die neuen Galaxy Buds Live als neue True Wireless Kopfhörer mit aktiven Noise Cancelling präsentiert und als Herzstück des Unpacked Events die neuen Note Geräte. Samsung erneuert somit sein Samsung Galaxy Note10 und Note10+ mit Samsung Galaxy Note20 und dem Samsung Note20 Ultra 5G.

In diesem Beitrag möchte ich auf das günstigere der beiden Modelle, das Samsung Galaxy Note20, eingehen.

“Der S-Pen ist das Herzstück des Samsung Galaxy Note20.”

- Markus G.

Verarbeitung und Rundgang um das Smartphone

Frontseite

Die Front des Samsung Galaxy Note20 ziert ein riesiges 6,7 Zoll Super AMOLED Plus Infinity-O Display mit einer maximalen Auflösung von 2400*1080 Pixel (394ppi) im Seitenverhältnis von 21:9. Leider muss das Smartphone auf eine Bildwiederholungsrate von 120 Hz verzichten. Wer jedoch eine höhere Bildwiederholungsrate und zusätzlich eine höhere Bildschirmauflösung möchte, bekommt diese beim Samsung Galaxy Note20 Ultra.

Samsung verzichtet außerdem beim Note20 auf ein EDGE Display, welches nicht mehr über die Kanten abgerundet ist. Das ist für mich im Alltag ein deutlicher Vorteil und ich hoffe, wir sehen in Zukunft wieder mehr Geräte mit einem geraden Display. Zusätzlich befindet sich mittig in einer Punchhole eingebettet die 10 Megapixel Frontkamera, welcher eine Blende von f/2.2 spendiert wurde. Der Ultrasonic Fingerabdrucksensor befindet sich im unteren Drittel des Displays, welcher durchwegs gut zu erreichen ist und auch von Gerätegeneration zu Gerätegeneration immer schneller und zuverlässiger wird.

Tastenanordnung

Auch die Anordnung der seitlichen Tasten hat sich im Vergleich zur Note Generation davor wieder verändert. So wandern sowohl Lautstärken-Wippe als auch der Powerbutton wieder von der linken auf die rechte Seite. Gerade für all jene die von der Note10 Serie umsteigen, wird es zumindest zu Beginn eine kleine Umgewöhnung sein. Die beiden Tasten sind trotzdem gut erreichbar, sodass es keine allzu große Umstellung sein dürfte. Doch nicht nur die Platzierung der beiden seitlichen Tasten hat sich verändert, auch der S-Pen hat die Seite des Geräts gewechselt. Befand sich bei den Note10 Geräten der S-Pen noch auf der rechten Seite, so sitzt dieser im Note20 auf der linken Seite. Der Seitenwechsel wird für den ein oder anderen zu Beginn etwas ungewohnt sein.

Rückseite

Um den Rundgang abzuschließen, möchte ich noch auf die Rückseite zu sprechen kommen. Hier hat sich optisch sehr viel verändert. Das neu angeordnete Kamerasetup sticht sofort ins Auge. War im Vorgängermodell die Triple-Kamera fast im Gehäuse integriert, so steht sie beim Samsung Galaxy Note20 doch deutlich hervor. Auf die technische Ausstattung der Kamera werde ich später noch genauer eingehen.

Materialwahl

Auch ging Samsung bei der Materialwahl ihres Samsung Galaxy Note20 neue Wege als noch beim Vorjahresmodell. Dieses Mal nutzt Samsung nicht Glas oder Metall sondern matten Kunststoff. Jedes andere Samsung Smartphone der aktuellen S-Serie oder Vorjahres Note-Serie fühlt sich deutlich hochwertiger an. Dies ist jedoch Kritik auf höchstem Niveau. Auch das Samsung Galaxy Note20 ist exzellent verarbeitet.

Erhältliche Farben

Auch dieses Mal bietet Samsung sein neues Smartphone in unterschiedlichen Farben an. Verfügbar sind die Farben Mystic Gray, Mystic Green und Mystic Bronze. Die Rückseite wurde matt gehalten, was für mich optisch definitiv so einiges her macht. Müsste ich mich für eine Farbe entscheiden, so wäre es definitiv Mystic Green.

Technische Ausstattung

Die technische Ausstattung des Galaxy Note20 von Samsung liest sich ähnlich wie jene des S20 oder S20+. Verbaut wurde wieder der hauseigene Exynos 990, welcher auch in der S20 Serie zum Einsatz kommt und von 8 GB RAM unterstützt wird. Der SoC besitzt eine maximale Taktfrequenz von bis zu 2,7 GHz. Leider entschied sich Samsung für Europa gegen den Qualcom Snapdragon, welcher in anderen Ländern, wie etwa den USA, in den Note Smartphones verbaut wird. Im direkten Vergleich ist der Samsung Prozessor leider spürbar schwächer und deutlich energiehungriger. Hier ist nur zu hoffen, dass es die letzten High-End Smartphones für Europa von Samsung sind mit einem Exynos SoC.

Keinen Grund für Kritik gibt es für den nutzbaren Speicher. Hier entschied sich Samsung für einen Komplettspeicher von 25 6GB. Das Betriebssystem benötigt riesige 34,9 GB an Speicherkapazität. Somit verbleiben dem User immer noch 221,1 GB. Leider ist es nicht möglich den Speicher zu erweitern.

Als Akku verbaut der Hersteller einen 4300 mAh starken Akku, welcher mittels QuickCharge-Funktion mit bis zu 25 Watt kabelgebunden schnell geladen werden kann oder mittels QI (kabellos) mit satten 15 Watt. Mit dieser Kombination aus Prozessor, Akku und dem wirklich guten Display kommt man bei normaler Nutzung problemlos durch den ganzen Tag.

Herzstück S-Pen

Was zeichnet die Note Geräte von Samsung aus und gilt als Alleinstellungsmerkmal? Natürlich der S-Pen. Auch dieses Mal wurden wieder Verbesserungen an den richtigen Stellen vorgenommen. So ist die Handschrifterkennung nochmals verbessert worden und auch die Reaktionszeit wurde auf 26 ms (9 ms beim Note20 Ultra) gesenkt. Somit fühlt sich das Schreiben auf dem Display deutlich besser an, als auf einem Samsung Galaxy Note10. Auch die bekannten und beliebten Gesten sind wieder mit an Board, wie etwa das Steuern der Kamera oder das weiterswipen der Bilder in der Galerie. Für mich bietet der S Pen gerade in der digitalen Bildbearbeitung in Snapseed oder Lightroom Mobile einen sehr großen Mehrwert. Auch ist er ein nützliches Werkzeug beim Erstellen eines Fotobuchs in der Hartlauer Fotoworld App oder der Hartlauer Ruck Zuck Fotobuch App.

Die Software

Im Grunde muss man zur Samsung Software nicht viel sagen, schließlich ist die OneUI auf allen aktuellen Samsung Smartphones ident. Ab Werk wird das Note20 mit der OneUI in Version 2.5 auf Basis von Android 10 und dem Sicherheitspatch vom 1. August 2020 ausgeliefert.  Ein fixer Bestandteil von Samsung‘s Premiumgeräten, egal ob Smartphone oder Tablet, ist der DeX-Modus. Dies ist eine Windows-ähnliche Zweitoberfläche zum mobilen Arbeiten. Durch DeX ist es möglich, sein Smartphone mit jedem handelsüblichen Monitor oder TV zu verbinden, um einen virtuellen Desktop zu starten. Musste man früher noch die DeX-Station oder das DeX-Kabel zur Verbindung nutzen, so ist es beim Samsung Galaxy Note20 jetzt auch kabellos mittels Miracast möglich. Somit wird DeX noch flexibler und leichter nutzbar.

Fazit zum Samsung Galaxy Note20

Vieles spricht für das Samsung Galaxy Note20. Dennoch gibt es einige Geräte aus dem eigenen Haus, die mit dem neuen Smartphone durchaus mithalten können, vor allem wenn man den preislichen Aspekt beachtet. Bei gleicher technischer Ausstattung ist ein Samsung Galaxy S20 oder S20+ nochmals günstiger und auch mit starken Display und erweiterbaren Speicher absolut empfehlenswert.

Aufgrund der Tatsache, dass das Samsung Galaxy Note20 anderen High-End-Produkten sehr ähnlich ist, wird es spannend, ob es sich gegen die starke Konkurrenz, sowohl in-house als auch anderer Hersteller, durchsetzen kann.

Von Markus Go. Markus ist seit dem Jahr 2013 bei Hartlauer tätig. Nicht nur im Beruf ist das Interesse an neuer Technik sehr groß, auch privat lebt er dies aus. In seinen eigenen vier Wänden sind schon einige Smart Home Produkte im Einsatz. Sein Spitzname BeardyNerd kommt nicht von irgendwo. Er legt sehr viel Wert auf seinen doch schon längeren Bart und ist darüber hinaus auch technikverliebt, weshalb er ein klein wenig nerdiges Verhalten an den Tag legt.
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