Samsung Galaxy S20 Ultra

Samsung Galaxy S20 Ultra

Von Markus Go. •
Von Markus Go. •

Samsung Galaxy S20 Ultra - hält was es verspricht?

In meinem letzten Beitrag habe ich mich mit dem Galaxy S20 und S20 Plus beschäftigt. Da hier die Unterschiede nicht allzu groß sind, habe ich beide Smartphones in einem Beitrag zusammengefasst.

Dem Galaxy S20 Ultra möchte ich jedoch einen eigenständigen Beitrag widmen, da hier die Unterschiede zum S20 und S20 Plus doch größer sind. Vor allem möchte ich für euch der Frage nachgehen, ob sich der deutliche Aufpreis lohnt und ob die Kamera wirklich so gut ist, wie es Samsung verspricht.

“Das Samsung Galaxy S20 Ultra bietet mit seinen vier Kamerasensoren einen 100-fach Space Zoom.”

- Markus G.

Lieferumfang & Handling

Verfügbar ist das Samsung Galaxy S20 Ultra in zwei Farben, Cosmic Grey und Cosmic Black. Beide Farben wirken für mich steril, klassisch und einfach elegant. Daher kann man hier im Bereich der Farbauswahl, meiner Meinung nach, keinen Fehler machen.

Das Galaxy S20 Ultra ist Verarbeitung in Perfektion, selten hat sich ein Smartphone mit den Maßen 166,9 x 76,0 x 8,8 mm und einem Gewicht von 220g so hochwertig angefühlt. Es ist definitiv ein Smartphone, dass man gerne in der Hand hat. Einziger Kritikpunkt ist hier; das Gerät ist nicht 100%ig gut ausbalanciert. Leider ist es doch sehr kopflastig, sodass es leicht aus der Hand rutschen kann, wenn man es nicht vorsichtig genug hält. Auch trägt hier die glatte Rückseite ihren Teil dazu bei.

Für den Lieferumfang möchte ich euch dieses Mal auf meinen vorherigen Beitrag zum Galaxy S20 und S20+ verweisen. Da dieser ident ist mit den beiden Modellen.

Das Display

Samsung setzt im Ultra auf dasselbe Display wie in den anderen beiden Smartphones der S20 Serie. Somit kommt auch hier ein Super Amoled Display mit einer maximalen Auflösung von 3200 x 1440 Pixel zum Einsatz. Man spricht hier von einer Quad HD+ Auflösung. Auch unterstützt das Display wieder eine Bildwiederholungsrate von 120Hz. Nur schade, dass man auch beim Galaxy S20 Ultra, bei Nutzung der 120Hz, die Auflösung von Quad HD+ auf FullHD verringern muss. Ich hätte mir zumindest beim Ultra erhofft, keine Kompromisse eingehen zu müssen.
Dennoch ist das Display, trotz seiner Größe von 6,9 Zoll, knackig scharf. Hier hat man keinen Grund zur Klage.

Technische Ausstattung

Angetrieben wird das Samsung Galaxy S20 Ultra, zumindest in Europa, vom hauseigenen Exynos 990 Prozessor. Dieser ist ident mit jenen der anderen beiden S20 Versionen. Muss das Galaxy S20 oder S20 Plus „nur“ mit 8 GB Ram auskommen, so wurde dem S20 Ultra gleich sagenhafte 12 GB Arbeitsspeicher spendiert. Somit ist dieses Smartphone im Bereich des Prozessors und Arbeitsspeicher besser ausgestattet als mein Notebook. Dies ist schon eine Kampfansage an die Konkurrenz. Wobei ich offen und ehrlich sagen muss, egal ob 8 oder 12 GB Ram, im Alltag merkt man kaum Unterschiede.

Schade ist auch hier, dass Samsung, selbst nach einigen Updates, den Standby-Verbrauch des Prozessors nicht in den Griff bekommt. Ich hatte selten ein Smartphone bei dem ich, trotz des riesigen 5000mAh Akkus, die Angst hatte nicht durch den Tag zu kommen. So habe ich mir angewöhnt stets eine Powerbank, in meinen Fall jene von IOMI mit 10000mAh, mitzuführen. Dies würde ich auch jedem empfehlen, der einen größeren Ausflug ohne Lademöglichkeit macht.

Betriebssystem

Ausgeliefert wird das Galaxy S20 Ultra mit Android 10. Darüber legt der Hersteller die hauseigene Benutzeroberfläche OneUI in Version 2.1.
Über die Software braucht man meines Erachtens nicht viele Worte verlieren. Man kennt die OneUI, schließlich kommt diese bei jedem neueren Samsung Smartphone zum Einsatz. Diese bietet viele Möglichkeiten zur Individualisierung und ist dennoch schlicht und übersichtlich gehalten.

Herzstück Kamera

Warum soll man sich nun für das S20 Ultra entscheiden? Sind doch Unterschiede im Vergleich zu den anderen beiden Modellen vorhanden, so wären aber nicht einige 100€ mehr an Aufpreis rechtfertigbar.

Schlicht und ergreifend ist es die Kamera, welche das S20 Ultra erst zu dem macht was es sein möchte. Und zwar die Referenz im Bereich der digitalen Smartphone Fotografie. Somit verbaut Samsung auch alles was aktuell technisch möglich ist.

Zum Einsatz kommt hier ein neuer Sensor mit 108 MP, unterstützt wird dieser von einem 48 MP Teleobjektiv, einem 12 MP Ultra-Weitwinkelobjektiv sowie einer VGA-3D Tiefenkamera. Somit besitzt das S20 Ultra ganze vier Kamerasensoren auf der Rückseite, mit noch nie dagewesener technischer Ausstattung.

Ob das S20 Ultra aufgrund dessen eine Alternative zu einer Bridgekamera ist, möchte ich für euch in einem anderen Beitrag festhalten. Ich lasse das Ultra gegen eine Sony Cybershot HX400v antreten.

100-Fach Space Zoom

Samsung wirbt mit einem Zoom von bis zu 100-facher Vergrößerung und nennt dies Space Zoom. Das S20 Ultra kann zwar diesen Zoom gewährleisten, jedoch ist dieser in der Praxis nicht nutzbar, da die Ergebnisse schlicht und ergreifend nicht herzeigbar sind. Doch ist es beeindruckend zu sehen, was mittlerweile technisch alles umsetzbar ist.

Doch wie ist das möglich und was steckt dahinter? Samsung kombiniert den 4-fach optischen Zoom mit dem 48 MP Sensor. Dieser ermöglicht, dank der hohen Auflösung und den Reserven aufgrund der Sensorgröße, einen bis zu 10-fachen Hybrid Optic Zoom. Somit ist es bis zu dieser Zoomstufe möglich, nahezu ohne sichtbaren Qualitätsverlust ein Motiv aus großer Entfernung zu fotografieren. Erst wenn man weiter als 10-fach das Bild vergrößern möchte, setzt der Digitalzoom ein. Spätestens jetzt beginnt die Qualität sichtbar darunter zu leiden. Dennoch ist, dank Digitalzoom, der beworbene 100-fach Space Zoom möglich.

Weitere Ausstattungsmerkmale

Neben einer hervorragenden Kamera kann das S20 Ultra noch weiter überzeugen. Erstmals in einem Smartphone der S-Serie wird die eSim unterstützt. Somit ist eine richtige DualSim Nutzung möglich. Zwei Simkarten (einmal Physisch und einmal Elektronisch) sowie MicroSD zur Speichererweiterung bis zu 1 TB können integriert werden. Dies trifft jedoch auch auf das Galaxy S20 und S20 Plus zu.

Geladen wird das Gerät zum einen klassisch mittels Kabel. Hier sind Ladegeschwindigkeiten bis 45 Watt möglich. Leider befindet sich im Lieferumfang nur ein Netzgerät mit 25 Watt. Ein 45 Watt Netzteil ist separat erhältlich. Zum anderen kann man das Smartphone kabellos mittels QI Standard laden.

Auch wurde nicht auf die vielen Vlogger bzw. all jene vergessen, denen die Videofunktion wichtig ist. So ist es auch das erste Mal möglich mit einem Smartphone 8K Videos aufzunehmen. Empfehlen würde ich hier jedoch 4K mit 60FPS, da bei 8K die Stabilisierung deutlich schlechter ist als bei 4K60.

Fazit

Ich habe mich im Zuge meines Tests ständig gefragt, ob man das Galaxy S20 Ultra braucht oder ob das S20 Plus die deutlich vernünftigere Wahl wäre.

Und ja, das Galaxy S20 Plus ist die deutlich vernünftigere Wahl. Es ist um einige 100€ günstiger und bietet nahezu die gleiche Qualität. Im Bereich der Bildqualität sind beide am selben Level, einzig im Bereich der Zoom-Funktion geht es beim Ultra noch etwas weiter.

Wer also unbedingt das Samsung Galaxy S20 Ultra mit seiner hervorragenden Kamera haben möchte, der soll sich dieses auch zulegen. Für alle anderen, empfehle ich das Samsung Galaxy S20 Plus.

ProContra
hervorragendes DisplayStandby-Verbrauch Prozessor
Kamera (108 MP Sensor)suboptimale Gewichtsverteilung
Verarbeitung120Hz nur bei FullHD
eSim (Dual Sim)zu hoher Preis
erweiterbarer Speicher (MicroSD)nur als 5G Version erhältlich
Von Markus Go. Markus ist seit dem Jahr 2013 bei Hartlauer tätig. Nicht nur im Beruf ist das Interesse an neuer Technik sehr groß, auch privat lebt er dies aus. In seinen eigenen vier Wänden sind schon einige Smart Home Produkte im Einsatz. Sein Spitzname BeardyNerd kommt nicht von irgendwo. Er legt sehr viel Wert auf seinen doch schon längeren Bart und ist darüber hinaus auch technikverliebt, weshalb er ein klein wenig nerdiges Verhalten an den Tag legt.
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