KI Hörgeräte
KI: Der technologische Quantensprung in der Hörgerätewelt.
Wer sich heute für modernstes Hören interessiert, stößt auf zwei Begriffe: Künstliche Intelligenz (KI) und Deep Neural Networks (DNN). Oft werden sie synonym verwendet, doch technisch gibt es einen entscheidenden Unterschied.
Bei Hartlauer finden Sie Technologien, die nicht mehr nur „lauter“ machen, sondern intelligent filtern.
Der Unterschied: KI-Steuerung vs. DNN-Prozessor
Um die Technologie von Premium-Herstellern zu verstehen, muss man die Hierarchie kennen: Jedes DNN ist eine KI, aber nicht jede KI ist ein DNN.
1. Klassische KI-Hörgeräte (Maschinelles Lernen)
Herkömmliche „intelligente“ Hörgeräte arbeiten oft wie ein sehr gut sortierter Regel-Katalog.
- Funktionsweise: Die Technik scannt die Umgebung und prüft Parameter (Ist es laut? Hallt es? Kommt Wind?).
- Die Reaktion: Das Gerät wählt aus vordefinierten Schubladen das passende Programm (z.B. „Party-Modus“ oder „Musik-Modus“).
- Die Grenze: Trifft das Gerät auf eine Situation, die nicht im Regelbuch steht, muss es kompromisse eingehen. Der Übergang zwischen Programmen kann manchmal hörbar sein.
2. Echte DNN-Prozessoren (Deep Neural Networks)
Hierbei handelt es sich um die Königsklasse der Signalverarbeitung. Ein DNN (Tiefes Neuronales Netzwerk) arbeitet nicht nach starren Regeln, sondern imitiert die neuronalen Schichten des menschlichen Gehirns.
- Der Vorteil: Ein DNN wurde im Labor mit Millionen von Klangbeispielen trainiert. Es „weiß“ aus Erfahrung, wie menschliche Sprache klingen muss, selbst wenn sie von Lärm überlagert ist.
- Die Leistung: Es muss nicht zwischen Programmen hin- und herschalten. Stattdessen berechnet es das Klangbild pixelgenau neu. Es kann Sprache schärfen und Lärm dämpfen, ohne dass der Hintergrund künstlich oder „abgeschnitten“ klingt. Es füllt fehlende Klanginformationen auf, ähnlich wie Ihr Gehirn ein unscharfes Bild im Kopf vervollständigt.
Die KI-Vorreiter bei Hartlauer
Wir führen die Top-Marken, die diese Technologien nutzen, um Ihren Höralltag zu revolutionieren:
Starkey: Der KI Pionier
Starkey setzt mit seiner Genesis AI Plattform voll auf die Power von Deep Neural Networks. Der Chip imitiert die Arbeitsweise des zerebralen Cortex.
- Das Ergebnis: Er führt bis zu 80 Millionen Anpassungen pro Stunde durch. Das DNN füllt Lücken im Sprachsignal, die durch den Hörverlust entstehen, aktiv auf.
GN ReSound: Maximale Technik auf minimalem Raum
GN ReSound verfolgt mit seiner Philosophie des „Organischen Hörens“ das Ziel, Technik unsichtbar zu machen – optisch wie akustisch.
- Das Highlight: Mit der ReSound Nexia™ Serie bietet der Hersteller das derzeit kleinste wiederaufladbare Hörgerät der Welt (Micro-RIE) mit fortschrittlicher Chip-Technologie an. Trotz der winzigen Bauweise arbeitet im Inneren eine Hochleistungs-KI, die Sprache im Lärm (Beamforming) extrem präzise herausarbeitet, ohne das Gefühl für die Umgebung zu verlieren.
Bernafon: Die Hybrid-Lösung
Bernafon nutzt eine intelligente Hybrid Technology™.
- Das Konzept: Zwei Prozessoren arbeiten parallel. Einer kümmert sich blitzschnell um Lärmunterdrückung, der andere analysiert feinste Sprachnuancen. Die KI entscheidet in Echtzeit, welcher Prozessor gerade Vorrang hat. Das sorgt für ein sehr direktes und klares Klangerlebnis ohne Verzögerung.
Hörgeräte Zubehör und Pflege
Ihr Weg zum intelligenten Hören
Möchten Sie hören, wie ein DNN-Prozessor Sprache aus Lärm herausfiltert? Dieser Effekt lässt sich schwer beschreiben, aber sofort erleben.
Besuchen Sie Ihr Hartlauer Hörstudio.
Lassen Sie sich unverbindlich beraten und testen Sie die neuesten KI-Modelle – egal ob das winzige ReSound Nexia oder das neuronale Starkey Genesis AI.
Häufige Fragen zu KI-Hörgeräten (FAQ)
Diese Antworten gelten generell für moderne Hörsysteme mit künstlicher Intelligenz, unabhängig von der Marke.
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Was bringt mir KI im Hörgerät im echten Leben?
Der größte Vorteil ist die Reduzierung der Höranstrengung. In einfachen Situationen (Zuhause im Stillen) funktionieren auch Basis-Geräte gut. Sobald es aber laut wird (Restaurant, Familienfeier, Straßenverkehr), übernimmt die KI die Schwerstarbeit, die sonst Ihr Gehirn leisten müsste: Das Trennen von "Wichtig" (Sprache) und "Unwichtig" (Lärm). Sie fühlen sich abends weniger erschöpft.
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Lernt das Hörgerät mit der Zeit dazu?
Indirekt ja. Viele KI-Systeme sind heute mit einer Smartphone-App gekoppelt. Wenn Sie in einer bestimmten Situation (z.B. „Mein Lieblingscafé“) manuell nachjustieren, kann sich die KI diesen Ort per GPS merken. Beim nächsten Besuch stellt sich das Hörgerät automatisch auf Ihre bevorzugten Einstellungen ein.
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Verbraucht der KI-Prozessor mehr Strom?
Nein, im Gegenteil. Moderne Chipsätze (oft im 4-Nanometer-Verfahren gefertigt) sind extrem energieeffizient. Obwohl sie viel mehr Rechenleistung für die KI-Analyse aufbringen, halten moderne Akku-Hörgeräte problemlos einen ganzen Tag (ca. 20–24 Stunden) inklusive Streaming durch.
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Klingen KI-Hörgeräte künstlich oder roboterhaft?
Das war früher ein Problem, ist heute aber durch DNN-Technologie gelöst. Da Deep Neural Networks mit echten Tönen aus der realen Welt trainiert wurden, ist ihr Ziel ein möglichst natürliches Klangbild. Sie versuchen nicht mehr, den Lärm aggressiv wegzuschneiden (was künstlich klingt), sondern ihn in den Hintergrund zu rücken – so wie es ein gesundes Ohr auch tut.