ZTE Blade V2020 Smart
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ZTE Blade V2020 Smart

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Von Markus Go. • Mär 25
Von Markus Go. • Mär 25

ZTE Blade V2020 Smart im Expertentest

In meinem heutigen Beitrag möchte ich euch ein weiteres Smartphone der unteren Mittelklasse vorstellen. Das ZTE Blade V2020 Smart. Ob das Smartphone aus der Masse in diesem Preissegment heraussticht oder ob es nur eines von vielen ist, kläre ich für euch in diesem Beitrag auf.

Produkttest kurz zusammengefasst:

Hier eine kurze Zusammenfassung zu meinen Erkenntnissen:

  • Ausdauerndes Smartphone
  • Ausreichens Speicher
  • Gutes Display
  • Optisch geht es jedoch in der Masse unter
  • Fotos nur bei guten Lichtverhältnissen überzeugend

Für mehr Details lesen Sie gerne meine ausführliche Bewertung zum Test:

“Das ZTE Blade V2020 Smart ist ein sehr interessantes Smartphone mit solider Grundausstattung im klassischen Look.”

- Markus G.

Unboxing

Lieferumfang

Eines kann ich schon mal sagen, die Verpackung des ZTE Blade V2020 Smart fällt deutlich mehr auf als das Smartphone an sich. Im dunklen Blau gehalten und nur die wichtigsten Schriftzüge darauf gedruckt. So wirkt das Design der Verpackung modern und zugleich zeitlos. Im oberen Drittel erstrahlt das Logo des Herstellers und mittig sowie an den Seiten wurde nochmals die Bezeichnung des Smartphones abgedruckt.

Doch kommen wir nun zum Lieferumfang. Dieser ist wie nicht anders zu erwarten, relativ unspektakulär, wobei man mittlerweile sagen muss, man ist über jedes Zubehör dankbar. In der Verpackung befindet sich neben dem Smartphone an sich, noch:

  • das Simkartentool
  • eine Warranty Card
  • der obligatorische Quick Start Guide
  • einNetzteil mit 10Watt
  • USB-A Anschluss
  • USB-A auf USB-C Daten- und Ladekabel
  • ein Headset auf 3,5mm Klinke

Letzteres hätte man meiner Meinung weglassen können, zum Telefonieren ist es in Ordnung, aber die Musikwiedergabe macht damit absolut keine Freude. Hier würde ich definitiv zu unseren True Wireless Kopfhörer raten.

Haptik

Mit Außenmassen von 173,4x78,0x9,2mm und einem Gewicht von 204g, zählt das Blade V2020 Smart weder zu den kompakten Smartphones noch zu den Leichtgewichtigen. Dennoch hat mich das höhere Gewicht im Alltag nicht gestört, so hält man das Gerät automatisch fester in der Hand, sodass ich nie die Angst hatte, dass es mir aus der Hand gleiten würde. Ein weiterer Pluspunkt für das Handgefühl sind die leicht abgerundeten Seiten auf der Rückseite.

Technik

Technische Ausstattung

Fingerabdrucksensor

Einzig der Fingerabdrucksensor wurde rechts im Rahmen integriert. Durch die Platzierung ist er zwar sehr gut erreichbar, jedoch fällt der Sensor durch die Rahmenintegration etwas klein aus. Auf der Rückseite wäre mehr Platz für einen größeren Sensor gewesen. Bei der Konfiguration hatte ich somit etwas Mühe, aber bei der Nutzung hatte ich dann absolut keine Probleme.

Über den Fingerabdrucksensor befindet sich die Lautstärkenwippe. Aufgrund der Länge des Smartphones muss man zwar einmal Umgreifen, jedoch ist es durch das Druckfeedback vollkommen in Ordnung. Hier habe ich auch nicht das Gefühl das aufgrund des Preises gespart wurde.

Prozessor

Angetrieben wird das ZTE Blade V2020 Smart von einem MediaTek Helio P70. Bei diesem Prozessor handelt es sich um eine Octa Core CPU mit 4x1,6GHz sowie 4x1,2GHz Taktfrequenz. Unterstützt werden diese von 4GB Ram. Das Smartphone ist zwar kein Performancemonster, jedoch performt es im Alltag erstaunlich gut.

Bei einer normalen Alltagsnutzung (Fotografie, Social Media, Google News,…) mit dem Smartphone und der verbauten CPU war ich sehr zufrieden.

Fotobearbeitung

Einzig im Bereich der mobilen Fotobearbeitung am Smartphone, mittels meiner bevorzugten Apps (Snapseed & Lightroom Mobile) merkt man sehr schnell in welcher Preisklasse man sich befindet. Es ist zwar möglich, macht aber mit Abstand nicht so viel Spaß wie mit einem besser ausgestatteten Smartphone.

Aufgrund der geringeren Auflösung des 6,82‘‘ LTPS Panel mit einer maximalen Auflösung von 1640x720 Pixel, erkennt man Details bei mobiler Bildbearbeitung erst sehr spät bzw. sind diese nicht so leicht erkennbar wie bei anderen Smartphones.  Zudem sollte man etwas mehr Geduld haben bis das Bild geladen ist oder die Änderung umgesetzt wurde. Dies ist bei JPG weniger schlimm als bei RAW Dateien.

Display

Dennoch macht das Display für ein 200 € Smartphone einen hervorragenden Job. Aufgrund der Größe macht es richtig Spaß Videocontent zu konsumieren. Sofern es nicht all zu hell ist, schließlich beläuft sich die maximale Helligkeit des Panels auf 474 cd/m². An sonnigen Tagen oder bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display somit etwas schwer. Für den Alltag empfehle ich definitiv die Nutzung des Dark Mode, dies erleichtert die Ablesbarkeit im Freien ungemein. 

Akku & Speicher

Neben ausreichend Prozessorleistung und einem guten Display spart ZTE auch nicht bei Akku und Speicher. Verbaut wurde ein Akku mit einer Kapazität von 500mAh und einen Gesamtspeicher von 128GB, welcher mittels MicroSD auch noch erweiterbar ist. Gerade der Akku weiß zu überzeugen, hier sind Laufzeiten von 1,5 bis 2 Tage bei normaler Nutzung definitiv kein Problem. Ist jedoch einmal der Akku leer, wird dieser mit maximal 10Watt geladen, und hierfür muss man Geduld haben. Nach 30 Minuten erreicht man zirka 30% und nach 2:30 die 100% Marke. Dies ist nicht sonderlich schnell, aber geht für mich in Ordnung.

Fotografie mit dem ZTE Blade V2020 Smart

Kameraausstattung

ZTE verbaut in seinem Blade V2020 Smart ein Quad Kamera Setup bestehend aus:

  • einem Hauptsensor mit 16MP
  • einer Makro-Linse mit 2MP
  • einer 8MP Ultra Weitwinkel Linse
  • 2MP Sensor zur Entfernungsmessung

Für bestmögliche Ergebnisse wird die Kamera zusätzlich einer AI unterstützt. Diese erkennt Objekte und Szenarien, wodurch die Einstellungen selbstständig ausgewählt werden. Somit ist man flexibel aufgestellt was mobile Fotografie betrifft.

In meinem Test erlebte ich sehr oft Momente wo mich das ZTE Blade V2020 Smart durchwegs überrascht hat, aber genauso oft wurde ich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Aber was meine ich genau damit?
Ist ausreichend Licht vorhanden und fotografiert mit der Sonne und nicht gegen die Sonne, so erhält man durchwegs gute Ergebnisse mit ausreichend Details. Dazu würde ich empfehlen, immer mit aktivierter HDR zu fotografieren, da sonst die Fotos recht blass und leblos wirken. HDR sorgt für einen höheren Dynamikumfang, was man spürbar merkt, egal mit welchem Sensor man fotografiert.
Qualitativ stelle ich die Ergebnisse, die das ZTE mit dem Hauptsensor liefert über jene eines Samsung A21S , LG K42 oder Nokia 5.4.

Kamera & Kamerasoftware

Was mich auch durchwegs positiv überrascht hat, war die 2MP Makro-Linse. Man darf hier zwar auch nichts Großartiges erhoffen, aber mit ausreichend Geduld und einer ruhigen Hand erzielt man durchwegs gute Ergebnisse.

Genau dasselbe gilt auch für den Ultraweitwinkel, dieser ist bei ausreichend Licht durchaus eine Bereicherung. Im Vergleich zum Hauptsensor merkt man aber sehr schnell die fehlende. Für Nachtaufnahmen ist das ZTE Blade V2020, sowie andere Smartphones in dieser Preisklasse, nicht geeignet.

Und um noch ein Wort zur Kamerasoftware zu verlieren: Diese ist einfach und intuitiv programmiert:

  • Mit einem Wischen nach links erreicht man die Kameramodi, wo neben dem Automatikmodus noch der manuelle Modus, sowie Panorama, Makro und die nutzbaren Filter auswählbar sind.
  • Mit einem Wischen nach rechts erreicht man die Einstellungen. 

Die Software & Sicherheitspatch

Die Benutzeroberfläche von ZTE nennt sich MiFavor UI. Diese basiert im Falle des Blade V2020 Smart auf Android 10.

Der verwendete Sicherheitspatch ist vom 5. September 2020. Hier spiegelt sich leider mein größter Kritikpunkt wider. ZTE hat es leider immer noch nicht geschafft eine vernünftige Updatepolitik auf die Beine zu stellen. Auch wenn das Blade V2020 Smart wohl kein Update auf Android 11 erhalten wird, zumindest ist mir nichts bekannt, so würde ich mir doch wünschen und erwarten, dass man für zeitnahe Updates was die Sicherheitspatches betrifft sorgen würde.

Was das OS aber grundlegend betrifft, so hat es der Hersteller im Vergleich zu früher verschlankt und deutlich mehr an StockAndroid angelehnt, was ich durchwegs begrüße. Da mir ein cleanes OS lieber ist als ein stark verändertes. Leider ist doch auch etwas Bloatware in Form von Games installiert, für mich ein absolutes NoGo. Gut ist allerdings, dass man diese löschen kann.

Fazit zum ZTE Blade V2020 Smart

Für einen Preis von aktuell €199,- erhält man ein ausdauerndes Smartphone mit riesigem Akku, ausreichend Speicher und einem guten Display. Hier sind die Pros und Contras nochmal zusammengefasst:


ProContra
Ausdauernder AkkuUpdatepolitik
Ausreichend großer SpeicherInstallierte Bloatware
3,5mm klinkeFingerabdrucksensor (Platzierung)
Solide VerarbeitungNur 10Watt laden
SpeichererweiterungFotografie bei schlechtem Licht


Schade nur, dass es rein optisch in der Masse untergeht und somit eines von vielen ist. Hier beweist LG mit dem K42 wie man sich von der Konkurrenz abhebt.

Auch wenn das ZTE Blade V2020 Smart bei Fotografie in schwierigem Licht nicht gerade für Begeisterung sorgt, so überzeugen die Ergebnisse bei gutem Licht.

Für mich ist es neben dem Nokia 5.4  aktuell in dieser Preisklasse eines der empfehlenswertesten Produkte und somit gebe ich dem ZTE Blade V2020 Smart eine klare Kaufempfehlung.

Von Markus Go. Markus ist seit dem Jahr 2013 bei Hartlauer tätig. Nicht nur im Beruf ist das Interesse an neuer Technik sehr groß, auch privat lebt er dies aus. In seinen eigenen vier Wänden sind schon einige Smart Home Produkte im Einsatz. Sein Spitzname BeardyNerd kommt nicht von irgendwo. Er legt sehr viel Wert auf seinen doch schon längeren Bart und ist darüber hinaus auch technikverliebt, weshalb er ein klein wenig nerdiges Verhalten an den Tag legt.
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